«Hört ihr mich?» – die Generalversammlung der Aktiven als Videocall

Kein Turnerlied, kein Essen, kein gemeinsames Anstossen dafür ein Einladungslink, den Computer und das Mikrofon. Die GV 2021 war anders. Aus den bekannten Gründen fand sie nicht wie üblich im Löwensaal, sondern bei jedem Vereinsmitglied zuhause statt.

Knapp 50 Turnerinnen und Turner loggten sich am Freitagabend in den Teams-Call ein. Ein paar veranstalteten regelkonforme Treffen bei sich zuhause und konnten so wenigstens ein wenig GV-Feeling aufrechterhalten.

Der Ablauf der Versammlung war aber kaum anders als in anderen Jahren. Dennoch war die Pandemie immer wieder mal Thema. So auch im Jahresrückblick der Leitenden Aktive und Jugendriegen, der sehr viel kürzer ausfiel. Der Jahresrechnung fehlten bedeutende Einnahmeposten, wie das Turnerchränzli oder das Sommersportfest. Im Gegenzug waren auch die effektiven Ausgaben wesentlich geringer als budgetiert.

Neue Turnhalle als Lichtblick in Pandemiezeit

So wenig es über das vergangene Jahr zu berichten gibt, so wenig steht auf dem kommenden Jahresprogramm. Die Agenda 2021 ist alles andere als verlässlich. Darum gibt es kurzfristig wenig zur Vorfreude. Trotzdem konnten die Augen der Vereinsmitglieder zum Leuchten gebracht werden als Sven Kammer die Pläne zur neuen Dreifachturnhalle Hausen am Albis präsentierte. Als Vertreter des TVH-Vorstands ist er Teil der Arbeitsgruppe für die neue Sportstätte, in der Breitensportlerinnen und Breitensportler spätestens anfangs 2025 zum ersten Mal Körbe werfen, Tore schiessen und ihr Trainingsprogramm absolvieren können. Im Moment laufen diverse Planungsarbeiten, die vorläufigen Gebäudepläne sind den Nutzergruppen präsentiert worden. Der wichtigste Termin ist der 13. Februar 2022. Dann ist die Urnenabstimmung, an der die Hausemer Bevölkerung über die Sporthalle abstimmt.

Wechsel im Vorstand

Trotz weniger Trainings gab es einige Neuzugänge in den Verein. Sie wurden genauso einstimmig gewählt wie die zur Wahl stehenden Vorstandsämter. Kassier Stephan Studer, Leiterin Aktive Daniela Walser und der Leiter Aktive Sven Kammer stellten sich für zwei weitere Jahre zur Verfügung. Marc Rüfenacht, seit zwölf Jahren Materialwart gab seinen Rücktritt auf dieses Jahr bekannt. Der Vorstand dankte Marc für seine geleistete Arbeit und er erhielt von der Versammlung virtuellen Applaus. Marcs Nachfolge übernimmt auch ein Ehrenmitglied-Sprössling: Nick Götschi aus Ebertswil. Er hofft, dass er an der nächsten GV dann «wirklich» am Vorstandstisch sitzen kann. Dann, wenn auch wieder gesungen, gegessen und angestossen werden kann – hoffentlich.

Sandro Morof, Aktuar

Der TVH am ETF Aarau

Das Eidgenössische Turnfest in Aarau gehört logischerweise zum Highlight im Turnerjahr. Dementsprechend gross war die Vorfreude der aktiven Turnerinnen und Turner des Turnvereins Hausen als am 22. Juni soweit war.

Einige waren das Wochenende davor schon im Einsatz. Als Einzelsportler oder am Korbballturnier, am letzten Samstag galt es für die 36 aktiven Turnerinnen und Turner dann Ernst. Zusammen mehreren zehn Tausend anderen. Das «Eidgenössische» gibt’s nur alle sechs Jahre und daher ist das ETF garantiert ein bleibendes Erlebnis für alle. So auch dieses Jahr wieder. Der TVH nahm in der zweiten Stärkeklasse im dreiteiligen Wettkampf teil. Dank dem Turnfest in Obfelden zu Beginn des Monats waren die Beteiligten schon einmal in dieser Saison im «Wettkampf-Modus». Das Gelände in Aarau jedoch etwas grösser und die Wege zu den Wettkampfplätzen etwas weiter. Trotz der leicht zu knapp eingerechneten Wegzeit startete das Team pünktlich zur ersten Disziplin. Bei der Pendelstafette 80 Meter holten die rund 20 Turnerinnen und Turner die Schnapszahl-Note 8.88. Parallel gab es im Steinstossen für das siebenköpfige Team das Endresultat von 8.79.

Team-Aerobic, die neue Paradedisziplin?

Gestossen wurde auch im zweiten Wettkampfteil. Dann waren die Kugeln dran. Sechs TV-Mitglieder stiessen die Kugeln zu einer Endnote von 8.55. Gleichzeitig stand die Team-Aerobic-Crew, bestehend aus 14 Turnerinnen auf der grossen Turnfest-Bühne. Die grosse Kulisse und die vielen Zuschauer trieben an: Für den Auftritt gab es von der Jury ein 8.93. Der Höhenflug war nicht ganz bis zur Weitsprunganlage zu spüren. Das junge Team holte im Weitsprung ein 8.59.

Bestnote im Korbball

Für Aarau setzte das Leiterteam die Schlussnote 26.00 zum Ziel. Im Schlussteil kam es nun darauf an, ob diese Marke erreicht wurde oder nicht. Die Equipe im Schleuderball machte den Anfang. Bei der traditionellen Turnfest-Disziplin mit den Bällen an der Lederschnur stand am Schluss ein 8.19 auf dem Notenblatt. Jetzt waren die 800-Meter-Läufer auf der Tartanbahn gefordert. Doch auf dieser Unterlage sind überdurchschnittlich gute Resultate schwierig. Trotz grossem Einsatz schaute nur ein 7.34 heraus. Der TVH hatte aber sein Ass noch im Ärmel. Der Fachtest Korbball generierte in der Vergangenheit immer wieder einmal ein gutes Endresultat und auch in Aarau konnten die Hausemer zum Schluss jubeln. Mit dem ersten «Zähni» am ETF 2019 in der letzten Disziplin erreichten sie das gesetzte Ziel und die Schlussnote 26.43.